Die Werkstatt deines Onkels riecht nach Maschinenöl, verbranntem Zucker und, seltsamerweise, nach nassem Hund, obwohl weit und breit kein Hund zu sehen ist. Dreiundzwanzig Erfindungen stehen zwischen den Werkbänken verteilt, jede mit einem Namen auf einem Pappschild, keine mit einer Gebrauchsanweisung: Der Kartoffelflüsterer. Die Selbstbügelnde Krawatte. Etwas, das nur „Vorsicht, Klaus" heißt.

Auf dem Schreibtisch liegt ein Brief in der Handschrift deines Onkels, dünn und krakelig zum Schluss, so als hätte er ihn im Liegen geschrieben. Die Werkstatt gehört jetzt dir, steht dort, und ebenso: Eine der Maschinen funktioniert. Du wirst es merken, wenn es darauf ankommt.

Darunter, auf dem Stapel ungeöffneter Post, liegt ein rot gestempeltes Schreiben obenauf. MAHNUNG. Fällig morgen, zwölf Uhr, eine Summe, die du zweimal lesen musst, um sie zu glauben. Darunter, klein gedruckt: Bei Nichtzahlung wird die Werkstatt gepfändet, samt Inhalt.

„Sie sind also der Neffe!" Pauli, der Lehrling deines Onkels, taucht zwischen zwei Regalen auf, eine Schutzbrille schief auf der Nase, Ruß im Gesicht. „Ich habe schon angefangen zu testen, während Sie kamen. Nummer sieben hat kurz Feuer gefangen, aber nur ein bisschen."

Hinter ihm hängt eine Wolke aus rosa Rauch in der Luft, und irgendwo tropft etwas, das nach Karamell riecht, langsam von der Decke.

„Wie viele hast du schon ausprobiert?"

„Vier. Keine davon war's. Aber ich habe ein gutes Gefühl bei Nummer elf."

Du zählst im Kopf: neunzehn Maschinen, ein Tag, eine Zahl, die morgen um zwölf fällig ist.

Wie geht es weiter?
  1. 1 Paulis Bauchgefühl folgen und sofort Nummer elf ausprobieren
  2. 2 Erst den Brief deines Onkels genauer durchsuchen, nach einem Hinweis Du hast gewählt
  3. 3 Systematisch anfangen, bei Nummer eins, bevor noch mehr kaputtgeht
  4. Oder entscheide selbst — ab hier deine Geschichte

Du schiebst Pauli sanft von den Maschinen weg — „Warte mit Nummer elf" — und drehst den Brief deines Onkels im Licht. Auf der Rückseite, fast unsichtbar, wo die Tinte durchgedrückt hat, steht eine zweite Zeile, die vorne nicht zu lesen war: Sie tickt, wenn sie zufrieden ist.

Tickt. Du gehst die Reihe der Maschinen ab, so leise es das Klappern der Werkstatt erlaubt, und hältst bei jeder kurz inne. Der Kartoffelflüsterer surrt nur. Die Selbstbügelnde Krawatte hängt reglos und beleidigt in der Ecke, seit Pauli sie offenbar schon einmal enttäuscht hat.

Hinter dir ein Knall, gefolgt von Paulis Stimme: „Das war nicht ich!" Rosa Konfetti regnet aus einem Rohr an der Decke, direkt über der Kiste, in der laut Aufschrift die Buchhaltung deines Onkels liegt — jetzt vollständig bedeckt.

Du gehst weiter, Maschine für Maschine, bis du bei einer stehst, die keinen Namen trägt, nur eine Nummer: 19. Sie ist kleiner als die anderen, aus dunklem Holz, mit einem Zifferblatt ohne Zeiger. Du legst die Hand auf das Gehäuse.

Ein leises, gleichmäßiges Ticken. Nicht wie eine Uhr — langsamer, fast wie ein Puls.

„Die hier", sagst du.

Pauli ist sofort neben dir, Konfetti noch im Haar. „Die hat noch nie jemand angefasst. Onkel Bruno hat gesagt, die ist nicht fertig."

Von draußen, undeutlich durch die Fenster, hörst du eine Kutsche vor der Werkstatt halten — einen Tag zu früh, wenn die Mahnung stimmt.

Wie geht es weiter?
  1. 1 Die Maschine trotzdem sofort in Gang setzen, bevor die Kutsche da ist
  2. 2 Erst nachsehen, wer da vorgefahren ist, und die Maschine warten lassen Du hast gewählt
  3. 3 Pauli fragen, was dein Onkel sonst noch über Nummer 19 gesagt hat
  4. Oder entscheide selbst — ab hier deine Geschichte

Du lässt die Hand von Maschine 19 und gehst zur Tür, gerade rechtzeitig, um zu sehen, wie eine Frau in grauem Mantel aus der Kutsche steigt, eine Aktentasche unter dem Arm, ein Klemmbrett in der Hand. Sie sieht auf das Klemmbrett, dann auf das Schild über der Werkstatttür, dann wieder auf das Klemmbrett, als müsste sie sich vergewissern, dass sie am richtigen Elend angekommen ist.

„Frau Bandholz", sagt Pauli hinter dir, leise und mit der Stimme von jemandem, der schlechte Nachrichten ankündigt. „Vom Kreditbüro. Sie kommt sonst nie vor dem angekündigten Termin."

„Ich dachte, die Mahnung war für morgen."

„War sie auch. Sie prüft wohl gern vorab, ob überhaupt noch etwas in der Werkstatt steht, das sich pfänden lässt."

Frau Bandholz betritt die Werkstatt, ohne zu klopfen, und ihr Blick wandert über die dreiundzwanzig Maschinen mit dem Ausdruck von jemandem, der schon viele Werkstätten wie diese gesehen hat und jede einzelne für wertlos hielt.

„Ihr Onkel", sagt sie, „schuldete meinem Büro eine erhebliche Summe. Ich bin hier, um festzustellen, ob eine dieser —" sie deutet mit dem Klemmbrett auf die Reihe, „— Konstruktionen einen Gegenwert darstellt. Sie haben, nach meinen Unterlagen, bis morgen Mittag Zeit, das zu beweisen."

Ihr Blick bleibt an Maschine 19 hängen, der einzigen ohne Namensschild, und für einen Moment, kaum wahrnehmbar, hebt sich eine Augenbraue.

„Was macht diese?", fragt sie.

Hinter dir hältst du den Atem an. Du hast keine Ahnung.

Wie geht es weiter?
  1. 1 Behaupten, die Maschine sei die wertvollste von allen, und improvisieren Du hast gewählt
  2. 2 Ehrlich zugeben, dass ihr das noch nicht wisst, und um Zeit bitten
  3. 3 Pauli schnell bitten, die Maschine unauffällig in Gang zu setzen
  4. Oder entscheide selbst — ab hier deine Geschichte

„Das", sagst du, mit einer Sicherheit, die du selbst überrascht, „ist die wichtigste Erfindung meines Onkels. Er hat sie bis zuletzt geheim gehalten."

Frau Bandholz hebt eine Augenbraue, tiefer diesmal, und lässt den Blick einmal über die ganze Maschine wandern, von der hölzernen Basis bis zum zeigerlosen Zifferblatt.

„Geheim gehalten. Wovor?"

„Vor—" Du zögerst eine Zehntelsekunde zu lange. „Vor Konkurrenten."

Hinter Frau Bandholz, außerhalb ihres Blickfelds, hat Pauli lautlos die Lippen geformt: Was sagst du da. Du ignorierst ihn.

„Und was tut sie?", fragt Frau Bandholz, das Klemmbrett bereits gezückt, den Stift in Bereitschaft, mit der Geduld von jemandem, der schon viele solcher Behauptungen gehört hat.

Für den Bruchteil einer Sekunde hörst du das leise Ticken aus dem Gehäuse lauter werden, als hätte die Maschine dich gehört. Pauli, hinter Frau Bandholz, macht große Augen und deutet heftig auf das Zifferblatt ohne Zeiger — dort, wo eben noch nichts war, bewegt sich jetzt etwas.

„Sie —", beginnst du, und in diesem Moment löst sich eine kleine Klappe an der Seite des Gehäuses mit einem Klick, den alle drei von euch gleichzeitig hören.

Frau Bandholz senkt den Stift nicht. Pauli hat hörbar aufgehört zu atmen. Aus der Klappe kommt ein Geräusch, das du noch nie gehört hast und du hast keine Ahnung, ob es das Geräusch von Rettung ist oder von etwas, das in den nächsten drei Sekunden explodiert — nur dass ihr es gleich alle drei herausfinden werdet.

Jetzt erlebe die Geschichte selbst

Derselbe Anfang, neu geschrieben – und ab der ersten Entscheidung ist es deine Geschichte und nicht diese.

Abenteuer starten – ohne Anmeldung
  • Kein Konto nötig
  • Auf Deutsch geschrieben, nicht übersetzt
  • Kostenlos starten
Lieber eine andere Welt?

Eine Komödie, in der du improvisierst, nicht nur zuschaust

Oben liest du keine Leseprobe, sondern eine Aufzeichnung: vier Abschnitte und die drei Entscheidungen dazwischen, mit den beiden Möglichkeiten, die nicht genommen wurden. Wer sofort ehrlich zugegeben hätte, keine Ahnung zu haben, hätte diesen Tag nie erlebt.

Eine interaktive Komödie lebt von der Falle, nicht vom Zufall: eine Rechnung, die fällig ist, dreiundzwanzig Erfindungen ohne Gebrauchsanweisung und eine Person, die genau jetzt eine Antwort will. Der Witz entsteht daraus, wie du improvisierst, wenn dir die Zeit davonläuft — nicht aus einer Beziehung, die sich entwickelt, wie in einer Romcom.

Der verrückte Erfinder gibt dir eine Werkstatt, einen Tag und eine Behauptung, die du gerade erst aufgestellt hast. Deine Fassung wird eine andere sein als diese hier.

Was dich erwartet

  • Der Text oben steht fest: eine aufgezeichnete Runde, die du lesen kannst, ohne etwas zu starten. In deiner eigenen Runde entsteht er, während du liest, und zwei Durchläufe sind nie gleich.
  • Deine Entscheidungen verzweigen die Geschichte wirklich – es gibt keinen vorgesehenen Weg, den du finden musst.
  • Geschrieben wird von einer KI, nicht von einer Autorin. Sie schreibt etwa 250 Wörter pro Abschnitt, erinnert sich nur begrenzt an frühere Abschnitte und verliert gelegentlich einen Faden. Wenn ein Abschnitt danebengeht, kannst du ihn neu schreiben lassen.
  • Der Start ist kostenlos und braucht kein Konto. Das Freikontingent wird in Tokens gemessen, nicht in Zügen – wie viele Entscheidungen es trägt, hängt von der Geschichte ab, ungefähr acht.