Der Ballsaal ist heller, als die Einladung vermuten ließ — tausend Kerzen in Kronleuchtern, die sich in den hohen Fenstern verdoppeln. Die Karte steckt noch in deiner Innentasche, als müsstest du sie jeden Moment wieder vorzeigen. Der Name darauf ist nicht deiner. Die Frau am Empfang hat ihn kaum gelesen, bevor sie dich durchgewunken hat.
„Um Mitternacht", sagt ein Diener neben der Tür zu niemand Bestimmtem, „nehmen alle die Maske ab." Bis dahin bleibt jeder, wer er vorgibt zu sein.
Du hältst dich am Rand des Saals, dort, wo das Licht am schwächsten ist, und zählst die Gesichter, die du nicht kennst — fast alle. Irgendwo in diesem Raum trägt jemand denselben Namen wie du auf deiner Karte, den echten, und du hast keine Ahnung, wie diese Person aussieht oder wann sie eintrifft.
Auf der anderen Seite des Saals steht eine Gestalt in Silber, halb im Schatten einer Säule. Die Maske bedeckt die obere Hälfte des Gesichts, nichts Ungewöhnliches unter hundert anderen — bis eine Hand sich hebt und den unteren Rand ein Stück anhebt. Nur so weit, dass ein Mund sichtbar wird, ein Kinn, und darüber Augen, die genau auf dich gerichtet sind.
Es dauert eine Sekunde zu lange, um Zufall zu sein.
Die Hand senkt die Maske wieder, langsam, ohne den Blick von dir zu nehmen. Die Musik wechselt den Takt, ein neuer Tanz beginnt, Paare ordnen sich auf dem Parkett. Irgendwo hinter dir ruft jemand einen Namen quer durch den Saal — den Namen, der auf deiner Karte steht.
- 1 Zur Gestalt in Silber hinübergehen, bevor der Blick sich löst Du hast gewählt
- 2 Dich tiefer in die Menge zurückziehen, weg von jedem, der den Namen kennt
- 3 Beim Diener nachfragen, wer unter diesem Namen erwartet wird
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Du gehst los, bevor du es dir anders überlegen kannst, am Rand des Parketts entlang, zwischen Paaren hindurch, die sich drehen, ohne dich zu bemerken. Die Gestalt in Silber bewegt sich nicht von der Säule weg. Wartet, wie es scheint, genau dort, wo du sie zuletzt gesehen hast.
Aus der Nähe ist die Maske aufwendiger, als sie von Weitem wirkte — echtes Silberblech, an den Rändern von Hand getrieben, mit einem feinen Riss über der linken Braue, der nicht Teil des Musters ist. Als hätte sie schon einen Abend wie diesen überstanden.
„Sie stehen im Schatten", sagst du, weil dir nichts Klügeres einfällt.
„Ich stehe genau dort, wo man am besten sieht, ohne gesehen zu werden." Die Stimme ist tiefer, als du erwartet hast, und amüsiert auf eine Art, die nicht über dich lacht. „Sie sind neu hier."
„Woran erkennt man das?"
„Daran, dass Sie den ganzen Saal absuchen, statt zu tanzen." Eine Pause. „Und daran, dass ich Sie noch nie gesehen habe — und ich kenne hier fast jedes Gesicht, auch unter der Maske."
Das Wort fast bleibt zwischen euch stehen wie eine offene Tür.
Von der anderen Seite des Saals ertönt ein Ruf, hell und aufgeregt, ein Name, der die Runde macht. Der Diener an der Tür hebt eine Hand. „Der Gastgeber bittet um Aufmerksamkeit — die Enthüllung wird auf eine Stunde vor Mitternacht vorgezogen."
Eine Stunde. Nicht bis zum Morgengrauen, wie du gehofft hattest. Die Gestalt in Silber sieht dich an, als würde sie genau dasselbe rechnen wie du.
- 1 Weiterreden und das Risiko in Kauf nehmen, so lange es noch geht
- 2 Dich leise davonstehlen, bevor dich jemand erkennt
- 3 Ihr sofort die Wahrheit sagen — dass die Karte nicht dir gehört Du hast gewählt
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„Ich muss Ihnen etwas sagen", sagst du, und die Worte kommen schneller heraus, als du geplant hast. „Der Name auf meiner Karte gehört mir nicht. Ich weiß nicht einmal, wem er gehört."
Du erwartest, dass sie zurückweicht. Stattdessen wird sie still, auf eine Art, die kein Erschrecken ist.
„Wissen Sie", sagt sie schließlich, „ich habe mich die ganze Zeit gefragt, wie ich es sagen soll, ohne dass es lächerlich klingt. Der Name auf meiner Karte gehört auch nicht mir."
Für einen Moment steht ihr beide einfach da, zwischen der Musik und dem Gemurmel des Saals, während die Wahrheit langsam Platz greift.
„Meine Schwester sollte heute Abend hier sein", sagt sie. „Sie wollte nicht. Ich schon. Also habe ich ihren Namen genommen und bin gekommen, bevor jemand fragen konnte, warum."
„Und wenn man Sie erkennt?"
„Dann sage ich, ich sei sie, so lange es geht." Sie neigt den Kopf. „Was ist Ihr Grund?"
Bevor du antworten kannst, geht ein Raunen durch den Saal — der Gastgeber steigt auf ein kleines Podest, ein Glas in der Hand, bereit für eine Ansage. Hinter ihm, gerade eingetreten, steht eine Frau in Blau, die sich suchend umsieht, als würde sie jemanden erwarten, der ihren Namen trägt.
„Das", sagt die Gestalt in Silber leise, „könnte Ihre Antwort sein, bevor Sie sie geben müssen."
Sie nimmt deine Hand. „Kommen Sie."
- 1 Mit ihr hinaus auf die Terrasse gehen, weg vom Saal und der Uhr Du hast gewählt
- 2 Bleiben und zusehen, was passiert, wenn die Frau in Blau erkannt wird
- 3 Sie nach ihrem echten Namen fragen, bevor ihr irgendwohin geht
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Die Terrassentür fällt hinter euch ins Schloss, und mit einem Schlag ist die Musik nur noch ein gedämpftes Summen durch die Scheiben. Draußen ist die Luft kühl genug, dass dein Atem sichtbar wird, und der Garten liegt still unter einem Halbmond, der kaum Licht genug gibt, um die Kieswege zu erkennen.
Sie lässt deine Hand los, tritt an die Balustrade und sieht zurück zu den erleuchteten Fenstern, hinter denen sich Schatten bewegen — der Gastgeber, vermutlich, mitten in seiner Ansage, die keiner von euch beiden mehr hört.
„Da drin sucht gerade jemand nach zwei Personen, die es eigentlich nicht gibt", sagt sie, halb zu dir, halb zu sich selbst.
„Und was jetzt?"
Sie dreht sich zu dir um. Von hier, ohne den Kronleuchter im Rücken, kannst du zum ersten Mal die Farbe ihrer Augen erkennen, dunkel und aufmerksam, und den feinen Riss in der Maske über ihrer linken Braue aus der Nähe.
„Um Mitternacht fallen die Masken", sagt sie. „Ob wir drinnen sind oder nicht."
Ihre Hand hebt sich, zögert kurz in der Luft zwischen euch, und findet dann das schmale silberne Band, das die Maske an ihrem Hinterkopf hält.
Aus dem Saal, gedämpft durch die Scheiben, beginnt eine Uhr zu schlagen.
Sie hält inne, die Finger noch am Band, und sieht dich an, als würde sie auf etwas warten — deine Antwort, deine Hand, ein Wort, das noch nicht gefallen ist.
Jetzt erlebe die Geschichte selbst
Derselbe Anfang, neu geschrieben – und ab der ersten Entscheidung ist es deine Geschichte und nicht diese.
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Eine Liebesgeschichte, in der du entscheidest, wie viel du riskierst
Oben liest du keine Leseprobe, sondern eine Aufzeichnung: vier Abschnitte einer Geschichte und die drei Entscheidungen, die dazwischen getroffen wurden. Die beiden nicht gewählten Möglichkeiten stehen jeweils daneben — wer beim Diener nachgefragt hätte, wäre nie bis zur Terrasse gekommen.
Eine interaktive Liebesgeschichte kommt ohne Schwur und ohne Zauber aus, wie in einer Romantasy, und ohne die Pointen einer Romcom. Was zählt, ist ein Blick, der zu lange bleibt, ein Geständnis, das man nicht zurücknehmen kann, und eine Hand, die zögert, bevor sie etwas berührt. Die Spannung entsteht aus dem, was ungesagt bleibt.
Hinter der Maske gibt dir einen Ballsaal, eine geliehene Einladung und eine Uhr, die um Mitternacht schlägt. Deine Fassung wird eine andere sein als diese hier.
Was dich erwartet
- Der Text oben steht fest: eine aufgezeichnete Runde, die du lesen kannst, ohne etwas zu starten. In deiner eigenen Runde entsteht er, während du liest, und zwei Durchläufe sind nie gleich.
- Deine Entscheidungen verzweigen die Geschichte wirklich – es gibt keinen vorgesehenen Weg, den du finden musst.
- Geschrieben wird von einer KI, nicht von einer Autorin. Sie schreibt etwa 250 Wörter pro Abschnitt, erinnert sich nur begrenzt an frühere Abschnitte und verliert gelegentlich einen Faden. Wenn ein Abschnitt danebengeht, kannst du ihn neu schreiben lassen.
- Der Start ist kostenlos und braucht kein Konto. Das Freikontingent wird in Tokens gemessen, nicht in Zügen – wie viele Entscheidungen es trägt, hängt von der Geschichte ab, ungefähr acht.
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