Seit dem Winter steht die halbe Stadt unter Wasser, und du paddelst seit drei Tagen durch das, was davon übrig ist – auf zwei zusammengebundenen Türen, mit einem Ruder aus einer Tischplatte. Die Vorräte sind seit gestern Mittag leer. Du hast noch eine halbe Flasche Wasser und einen Verband, den du nicht mehr benutzen willst, weil du ihn vielleicht noch brauchst.

Das Viertel hier war einmal Wohnblocks, jetzt sind es Inseln aus Dach und oberen Stockwerken, mit Fenstern, die auf das Wasser hinunterschauen wie auf einen Fluss, den es früher nicht gab. Kein Licht, seit du hier bist. Keins.

Dann, im dritten Stock eines halb eingestürzten Blocks, siehst du es: Ein Fenster, orange, flackernd. Ein Feuer, drinnen, klein gehalten, aber echt.

Das bedeutet zweierlei, und beides zählt gleich schwer. Erstens: Jemand hat hier etwas zu verbrennen, was heißt, jemand hat etwas. Zweitens: Wer bei diesem Wasserstand noch ein Feuer unterhält, tut das nicht aus Versehen, und Leute, die seit Monaten allein überleben, teilen selten freiwillig.

Die Flut steht heute Abend höher als sonst; das Wasser leckt schon am dritten Sprossenbrett deines Floßes, und mit der Dämmerung kommt die Strömung, die alles mitreißt, was nicht festgebunden ist. Du hast vielleicht eine Stunde, bevor Paddeln hier gefährlicher wird als Bleiben.

Du liegst still im Wasser, dreißig Meter vom Gebäude entfernt, und siehst zu, wie der Schatten hinter dem Fenster einmal vorbeigeht.

Wie geht es weiter?
  1. 1 Laut rufen und um Hilfe bitten, bevor die Dunkelheit alles schluckt
  2. 2 Leise ans Gebäude heranpaddeln und über die Feuertreppe hochsteigen Du hast gewählt
  3. 3 Weiterpaddeln und das Licht hinter dir lassen, solange noch Zeit bleibt
  4. Oder entscheide selbst — ab hier deine Geschichte

Die Feuertreppe hat drei fehlende Sprossen, und die vierte gibt unter deinem Gewicht nach, ohne ganz zu brechen. Du kommst trotzdem hoch, langsam, eine Hand immer am Geländer, das Metall so kalt, dass es an den Fingern brennt.

Auf Höhe des zweiten Stocks hängt eine Schnur quer über den Treppenlauf, kaum sichtbar, mit drei leeren Blechdosen daran. Eine Warnung, keine Falle – wer hier wohnt, will wissen, wenn jemand kommt, nicht, dass niemand mehr kommt. Du hebst den Fuß hoch genug, um darüberzusteigen, und hältst den Atem an, bis die Dosen wieder still hängen.

Das Fenster im dritten Stock ist von innen mit Brettern vernagelt, bis auf einen Spalt, kaum breiter als deine Hand. Du drückst dich seitlich an die Wand und siehst hindurch.

Drinnen: eine Person, den Rücken zu dir, kniet vor einem kleinen Feuer in einem umgebauten Ölfass. Neben ihr eine Kiste, halb offen. Konservendosen, sauber gestapelt, ein Erste-Hilfe-Kasten mit rotem Kreuz, noch original verschlossen, ein Kanister, den du an seinem Umriss als Trinkwasser erkennst. Genug, um zu sehen, dass hier jemand seit Monaten plant und nicht nur überlebt.

Die Person hört auf, im Feuer zu stochern, und bleibt still sitzen. Als hätte sie etwas gehört.

Unter dir, weit unten, schlägt dein Floß gegen die Hauswand. Der Wind hat gedreht.

Du hast vielleicht zehn Sekunden, bevor sie sich umdreht.

Wie geht es weiter?
  1. 1 Klopfen und dich zu erkennen geben, bevor sie sich umdreht Du hast gewählt
  2. 2 Reglos stehen bleiben und abwarten, ob sie dich bemerkt
  3. 3 Sofort zurück zur Feuertreppe, bevor sie sich umdreht
  4. Oder entscheide selbst — ab hier deine Geschichte

Der Schlag mit dem Knüppel verfehlt dich nur, weil du zurückweichst, noch bevor du das Wort „warte" ganz ausgesprochen hast. Die Person – eine Frau, vielleicht sechzig, die Ärmel bis zu den Ellbogen hochgekrempelt – hält den Knüppel jetzt zwischen euch, aber sie schlägt nicht noch einmal.

„Wer schickt dich", sagt sie. Keine Frage. Eine Prüfung.

„Niemand. Ich hab das Feuer gesehen." Du hältst die Hände offen, sichtbar, wie du es dir in den letzten Monaten oft genug angewöhnt hast. „Ich brauche nur einen Verband, vielleicht was zu essen. Dann bin ich weg."

Sie mustert dich lange. Der Knüppel sinkt einen Zentimeter, nicht mehr.

„Das Feuer ist kein Versehen", sagt sie schließlich. „Ich halte es hoch genug, dass man es vom Wasser aus sieht. Jede Nacht seit vier Monaten."

„Warum, wenn es Leute anzieht, die man nicht will."

„Weil ich eine anziehen will, die ich will." Sie sagt es, ohne dich anzusehen, und in dem Moment hörst du es auch: ein zweites Geräusch draußen, tiefer als das Wasser, das gegen die Wand schlägt. Ein Motor. Klein, aber echt, näherkommend, aus der Richtung, aus der du selbst gekommen bist.

Die Frau erstarrt. Zum ersten Mal siehst du, dass sie genauso viel Angst hat wie du.

„Das ist nicht die, auf die ich warte", sagt sie leise.

Wie geht es weiter?
  1. 1 Sie fragen, wer da draußen kommt und was sie zu befürchten hat Du hast gewählt
  2. 2 Das Feuer sofort ersticken, damit das Boot es nicht mehr sieht
  3. 3 Zur Feuertreppe zurück und selbst nachsehen, was sich nähert
  4. Oder entscheide selbst — ab hier deine Geschichte

„Vor sechs Wochen sind drei Boote hier durchgekommen", sagt sie, den Blick auf die Tür gerichtet. „Sie nennen sich Aufräumtrupp. Sie nehmen nicht, was du hast. Sie nehmen dich, wenn du jung genug bist zum Arbeiten, und alles andere lassen sie brennen, damit niemand sagt, sie waren hier."

Der Motor ist jetzt näher, immer noch unregelmäßig, als würde jemand zwischen den Trümmern manövrieren, nicht direkt darauf zufahren. Du zählst die Sekunden zwischen den Tönen, ohne es zu wollen, so wie du seit Monaten jedes Geräusch zählst, das größer ist als du selbst.

„Ich halte das Feuer trotzdem", sagt sie. „Weil mein Sohn weiß, dass ich es tue. Er ist im Frühling losgefahren, um Insulin zu finden, für seine Tochter, unten in Block C. Er hat gesagt, er kommt zurück, wenn er das Licht noch sieht."

Sie sagt es wie eine Tatsache, nicht wie eine Hoffnung, aber ihre Hand, die den Knüppel hält, zittert leicht, und zum ersten Mal bemerkst du, wie dünn ihre Handgelenke unter dem Ärmel sind.

Das Motorengeräusch wird lauter, dann leiser, dann verstummt es ganz, irgendwo unter euch, zu nah, um Zufall zu sein.

Die Frau löscht das Licht in ihren Augen nicht, aber sie greift nach einer zweiten Waffe, einem Beil, das neben der Kiste gelehnt hat, und drückt es dir wortlos in die Hand.

Draußen, auf dem Wasser, hörst du jetzt Stimmen. Mehr als eine.

Jetzt erlebe die Geschichte selbst

Derselbe Anfang, neu geschrieben – und ab der ersten Entscheidung ist es deine Geschichte und nicht diese.

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Eine Postapokalypse-Geschichte, in der jede Entscheidung etwas kostet

Oben liest du keine Leseprobe, sondern eine Aufzeichnung: vier Abschnitte einer Geschichte und die drei Entscheidungen, die zwischen ihnen getroffen wurden. Die beiden nicht gewählten Möglichkeiten stehen jeweils daneben — sie hätten woandershin geführt, nicht zu einem besseren Ende.

Eine interaktive Postapokalypse-Geschichte lebt von Knappheit: Es gibt kein Vorratslager, das dich rettet, und keine Rüstung, die dich unverwundbar macht. Jede Entscheidung — klettern oder rufen, vertrauen oder fliehen — kostet etwas, das du danach nicht mehr hast.

Das Feuer im dritten Stock gibt dir eine überflutete Stadt, eine steigende Flut und ein Licht, das zwei Dinge gleichzeitig bedeutet: Hoffnung und Gefahr. Deine Fassung wird eine andere sein als diese hier.

Was dich erwartet

  • Der Text oben steht fest: eine aufgezeichnete Runde, die du lesen kannst, ohne etwas zu starten. In deiner eigenen Runde entsteht er, während du liest, und zwei Durchläufe sind nie gleich.
  • Deine Entscheidungen verzweigen die Geschichte wirklich – es gibt keinen vorgesehenen Weg, den du finden musst.
  • Geschrieben wird von einer KI, nicht von einer Autorin. Sie schreibt etwa 250 Wörter pro Abschnitt, erinnert sich nur begrenzt an frühere Abschnitte und verliert gelegentlich einen Faden. Wenn ein Abschnitt danebengeht, kannst du ihn neu schreiben lassen.
  • Der Start ist kostenlos und braucht kein Konto. Das Freikontingent wird in Tokens gemessen, nicht in Zügen – wie viele Entscheidungen es trägt, hängt von der Geschichte ab, ungefähr acht.