Der Weinberghof duftet nach warmem Stein und Rosmarin, als du zur Vorfeier kommst, und an deinem Platz liegt eine Tischkarte mit deinem Namen — direkt daneben eine zweite mit einem Namen, den du seit vierzehn Monaten aus deinem Leben gestrichen hast.
Theo.
Du hast die Gästeliste nie gelesen. Mira wollte dich in den letzten drei Wochen mit nichts belasten, und du warst dankbar dafür. Jetzt steht er am anderen Ende der Terrasse, im hellblauen Hemd, das du ihm vor zwei Jahren geschenkt hast, und lacht mit dem Bräutigam, als würden sie sich seit der Schule kennen.
Vielleicht tun sie das. Du weißt inzwischen so wenig über sein Leben, wie es sich anfühlt, absichtlich zu vergessen.
Deine Mutter findet dich zuerst. Sie hat seit dem Frühjahr genau eine Frage offen, und heute Abend, mit Wein im Blut und der ganzen Familie am Tisch, wird sie sie endlich stellen: wo dein fester Freund bleibt, von dem du im März erzählt hast, nur um vier Monate lang in Ruhe gelassen zu werden.
Du hast damals keinen Namen genannt. Das war Absicht — damit niemand nachfragen konnte.
„Da bist du ja", sagt deine Mutter, aber sie sieht nicht dich an. Sie sieht an dir vorbei, zur Terrasse, zum hellblauen Hemd. „Und das muss er sein."
Sie hat sich bereits halb umgedreht. Drei Tage lang gibt es kein Zurück mehr aus dem, was jetzt aus deinem Mund kommt — oder aus deinem Schweigen.
- 1 Ihr schnell zuflüstern, dass es ein Missverständnis ist, bevor sie ihn erreicht
- 2 Nichts sagen und zusehen, wie deine Mutter auf Theo zugeht Du hast gewählt
- 3 Dich zwischen die beiden stellen und das Thema wechseln
- → Oder entscheide selbst — ab hier deine Geschichte
Deine Mutter überquert die Terrasse, bevor du auch nur aufstehen kannst, und legt beide Hände um Theos Gesicht, als hätte sie ihn selbst großgezogen.
„Endlich", sagt sie. „Ich habe schon gedacht, wir würden dich nie zu Gesicht bekommen."
Theo sieht über ihre Schulter zu dir. Sein Blick sagt ungefähr das, was du selbst denkst: dass die nächsten drei Sekunden darüber entscheiden, wie diese Hochzeit weitergeht.
„Die Fahrt war lang", sagt er stattdessen, sehr vorsichtig, als würde er auf dünnem Eis einen Satz zu Ende gehen.
Es funktioniert. Deine Mutter nickt, als hätte sie genau das erwartet, und zieht ihn am Arm zum Tisch, wo dein Vater bereits aufsteht und die Hand ausstreckt.
„Setz dich zu ihr", sagt sie, und meint dich. „Ihr habt euch sicher viel zu erzählen, nach der langen Autofahrt."
Theo setzt sich. Unter dem Tisch berührt sein Knie kurz deins, ein Versehen oder eine Frage, du kannst es nicht unterscheiden.
„Was machst du beruflich noch mal, Schatz?", fragt deine Tante über den Tisch hinweg, an Theo gewandt, mit dem Lächeln von jemandem, der sich das genau merken will.
Du hast deiner Mutter im März nie einen Beruf genannt. Nur einen Satz: „Er ist ernst, Mama, das reicht dir doch." Offensichtlich hat es nicht gereicht — sie hat sich in vier Monaten einen ganzen Menschen ausgedacht, und dieser Mensch trägt gerade Theos Gesicht.
Dein Vater klopft mit dem Löffel ans Glas. „Bevor wir anfangen", sagt er, „wollen wir doch mal von euch beiden hören, seit wann und wie lange schon."
Der ganze Tisch dreht sich zu euch.
- 1 Aufstehen und die Geschichte gemeinsam mit Theo erzählen, bevor die Stille peinlich wird Du hast gewählt
- 2 Deine Mutter leise bitten, das jetzt noch nicht groß zu machen
- 3 Theo den ersten Satz überlassen und abwarten, was er sagt
- → Oder entscheide selbst — ab hier deine Geschichte
Ihr steht gleichzeitig auf, was schon komisch aussieht, und irgendjemand lacht, bevor noch ein Wort gefallen ist.
„Erzähl du", sagst du zu Theo, und es klingt, als hättet ihr das abgesprochen.
Er erzählt eine Version, die an echten Stellen wahr ist und an den falschen genau richtig klingt: ein Café, ein vertauschter Regenschirm, zwei Jahre, in denen ihr — er sagt „einander gefunden habt", und du merkst, wie nah das an dem liegt, was tatsächlich passiert ist, nur mit einem anderen Ende. Deine Tante seufzt hörbar. Deine Mutter greift nach der Hand deines Vaters, und für einen Moment glaubst du selbst fast, was gerade erzählt wird.
Am Ende hält jemand ein Handy hoch, und ein Blitz geht los, bevor du „nein" sagen kannst. „Für das Familienalbum", sagt Mira, deine Schwester, und in ihrem Blick liegt etwas, das kein reiner Glückwunsch ist — eher eine Frage, die sie sich für später aufhebt.
Später, an der Bar, findest du Theo allein, das Jackett über der Stuhllehne, das Glas noch halb voll.
„Café mit vertauschtem Regenschirm", sagst du. „Ernsthaft."
„Es hat funktioniert." Er dreht sein Glas. „Warum hast du nichts gesagt, bevor deine Mutter mich umarmt hat?"
„Warum hast du mitgespielt, statt mich bloßzustellen?"
Er antwortet nicht sofort, und in der Pause dazwischen kommt Mira an die Bar, mit zwei Zimmerschlüsseln in der Hand, die sie zwischen euch auf den Tresen legt.
„Kleines Problem", sagt sie. „Die Zimmerbelegung ging nach Paaren. Ihr teilt euch die Gartenhütte, bis Sonntag."
- 1 Sofort zur Rezeption gehen und ein zweites Zimmer verlangen
- 2 Nichts sagen und wortlos mit in die Gartenhütte gehen Du hast gewählt
- 3 Theo vorschlagen, dass einer von euch im Haupthaus schläft
- → Oder entscheide selbst — ab hier deine Geschichte
Die Gartenhütte hat ein Bett, ein Sofa, das offensichtlich niemand ernst gemeint hat, und ein Fenster, durch das der Lärm der Feier noch bis Mitternacht hereinkommt.
Theo stellt seine Tasche neben die Tür, nicht auf das Bett, was du bemerkst und dir nicht erlaubst zu deuten.
„Ich nehme das Sofa", sagt er.
„Das ist nicht mal einen Meter lang."
„Ich schlafe seit Jahren schlecht. Das ändert nichts."
Du setzt dich auf die Bettkante, er auf das zu kurze Sofa, und eine Weile sagt keiner von euch etwas, während draußen die Musik der Feier langsam leiser wird, bis nur noch der Bass durch den Boden dringt.
„Warum bist du eigentlich hier", fragst du dann. „Mira und du, ihr wart nie so eng."
Er sieht dich einen Moment zu lange an, bevor er antwortet. „Sie hat mich vor sechs Wochen angerufen. Nicht wegen der Hochzeit."
„Wegen was dann?"
Er öffnet den Mund, und du siehst, dass da eine echte Antwort kommt, keine, die für deine Mutter gedacht ist, keine, die für irgendjemand außer dir gedacht ist.
Dann klopft es an der Tür, zweimal, energisch.
„Aufwachen, ihr zwei", ruft Mira von draußen, viel zu munter für die Uhrzeit. „Der Fotograf will das Paar-Frühstücksfoto in zehn Minuten, und Mama hat schon nach euch gefragt."
Theo schließt den Mund wieder.
Draußen wird es hell. Drinnen wartet eine Antwort, die er dir fast gegeben hätte, und ein zweiter Tag, an dem ihr weiterspielen müsst, ohne zu wissen, ob ihr das überhaupt noch tut.
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Eine Romcom-Geschichte, in der du die Lüge am Laufen hältst
Oben steht keine Leseprobe, sondern eine Aufzeichnung: vier Abschnitte einer Romcom-Geschichte und die drei Entscheidungen, die dazwischen getroffen wurden. Die beiden nicht gewählten Möglichkeiten stehen jeweils daneben — sie hätten die Lüge in eine andere Richtung getrieben.
Eine interaktive Romcom-Geschichte kommt ohne Magie und ohne Schicksal aus. Es gibt keinen Fluch, der zwei Menschen zusammenhält, wie in einer Romantasy — nur eine Notlüge, eine Hochzeit und einen Ex, der zufällig genau zur richtigen Zeit am falschen Ort steht. Der Witz entsteht aus der Falle, nicht aus dem Zufall.
Falsches Paar gibt dir drei Tage, eine Familie, die zusieht, und eine Lüge, die mit jeder Stunde schwerer zu halten ist. Deine Fassung wird eine andere sein als diese hier.
Was dich erwartet
- Der Text oben steht fest: eine aufgezeichnete Runde, die du lesen kannst, ohne etwas zu starten. In deiner eigenen Runde entsteht er, während du liest, und zwei Durchläufe sind nie gleich.
- Deine Entscheidungen verzweigen die Geschichte wirklich – es gibt keinen vorgesehenen Weg, den du finden musst.
- Geschrieben wird von einer KI, nicht von einer Autorin. Sie schreibt etwa 250 Wörter pro Abschnitt, erinnert sich nur begrenzt an frühere Abschnitte und verliert gelegentlich einen Faden. Wenn ein Abschnitt danebengeht, kannst du ihn neu schreiben lassen.
- Der Start ist kostenlos und braucht kein Konto. Das Freikontingent wird in Tokens gemessen, nicht in Zügen – wie viele Entscheidungen es trägt, hängt von der Geschichte ab, ungefähr acht.
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