Die Brücke ist leer bis auf dich, so wie sie es in der dritten Wache jede Nacht ist, und das Rauschen aus den externen Empfängern hat sich seit Wochen nicht verändert — bis jetzt.

Es beginnt als ein einzelner Ton, sauber genug, um kein Rauschen zu sein. Dann ein zweiter, exakt vier Sekunden später. Dann ein dritter. Ein Muster, keine Störung.

Du ziehst die Frequenz durch den Filter, zweimal, weil du dir selbst nicht traust. Das Muster bleibt: ein altes Notrufprotokoll, das seit vierzig Jahren aus dem aktiven Katalog gestrichen ist, weil niemand mehr Geräte trägt, die es senden.

Der Ursprung liegt in einem Sektor, den die Karten als leer führen. Kein Außenposten, kein Wrack, keine Route, die hier je jemand genommen hat. Ihr seid seit elf Tagen die einzige Masse in diesem Volumen, die groß genug ist, um ein Echo zu werfen.

Du weckst niemanden. Noch nicht. Stattdessen hörst du zu, den Kopfhörer fest gegen ein Ohr gepresst, während die Brücke um dich herum in ihrem gewohnten Halbdunkel liegt und nur die Statusleisten leise pulsieren.

Das Muster läuft sieben Minuten lang, exakt gleich, ohne eine einzige Abweichung, die auf einen Defekt hindeuten würde. Ein Mensch hat das aufgenommen, oder eine Maschine, die einen Menschen sehr genau imitiert.

Dann, mitten im achten Wiederholungszyklus, bricht es ab.

Nicht leiser. Nicht verzerrt. Einfach weg, zwischen einem Ton und dem nächsten, und die Stille, die zurückbleibt, ist lauter als jeder Alarm, den dieses Schiff je ausgelöst hat.

Wie geht es weiter?
  1. 1 Die Kapitänin sofort wecken und das Muster vorspielen
  2. 2 Erst die Position mit dem Langstreckenscanner bestätigen, bevor du jemanden weckst Du hast gewählt
  3. 3 Das Muster löschen und den Rest der Wache abwarten
  4. Oder entscheide selbst — ab hier deine Geschichte

Der Langstreckenscanner braucht neun Minuten für eine einzige Bestätigung, und du zählst jede davon, während draußen nichts als Sterne stehen, die sich seit elf Tagen nicht verschoben haben.

Das Ergebnis: ein Objekt, kompakt, wenig größer als eine Rettungskapsel, ohne Antriebssignatur, ohne Wärmeabstrahlung, die auf aktive Systeme hindeuten würde. Es bewegt sich nicht mit den umgebenden Trümmern eines Feldes, das es laut Katalog hier gar nicht geben sollte — es bewegt sich unabhängig davon, auf einer Bahn, die zu regelmäßig ist, um Zufall zu sein.

Du prüfst die Distanz gegen euren Kurs. Ein Schwenk dorthin und zurück kostet vier Tage, mehr, als eure Rückreserve an Treibstoff ohne Sicherheitsabschlag hergibt. Die letzte Kurskorrektur ohne Genehmigung der Kapitänin liegt achtzehn Monate zurück, und danach hat es ein Verfahren gegeben, an das sich niemand an Bord noch einmal erinnern lassen möchte.

Auf dem zweiten Monitor läuft die Wiedergabe des Musters in Dauerschleife, weil du sie nicht abgestellt hast. Sieben Minuten, Abbruch, Stille. Sieben Minuten, Abbruch, Stille.

Du denkst an das Alter des Protokolls. Vierzig Jahre. Wer auch immer das ursprünglich gesendet hat, sendet es nicht mehr — das Objekt tut es nur noch, wie eine Aufzeichnung, die sich selbst wiederholt, lange nachdem niemand mehr zuhört.

Oder jemand hört noch zu und wartet, bis endlich jemand antwortet.

Der Anrufknopf für die Kapitänskabine liegt unter deiner Hand. Genauso der Kanal, über den du selbst ein Signal zurücksenden könntest, unautorisiert, bevor irgendjemand sonst an Bord überhaupt davon weiß, dass die Nacht anders verlaufen ist als jede andere zuvor.

Wie geht es weiter?
  1. 1 Die Kapitänin wecken und ihr die vollständigen Daten zeigen Du hast gewählt
  2. 2 Selbst ein kurzes Antwortsignal senden, bevor du sie weckst
  3. 3 Den Kurswechsel schon vorbereiten, damit nur noch bestätigt werden muss
  4. Oder entscheide selbst — ab hier deine Geschichte

Die Kapitänin sieht sich das Muster einmal an, dann noch einmal, und sagt in der ganzen Zeit kein Wort.

„Vierzig Jahre alt", sagt sie schließlich. Keine Frage. Sie hat das Protokoll erkannt, genau wie du.

Sie ändert den Kurs selbst, ohne die Brückensteuerung an dich zurückzugeben, vier Tage Abweichung, die sie im Logbuch mit einem einzigen Wort begründet: Ortung.

Yara, die Ingenieurin, kommt eine Stunde später auf die Brücke, weil die Triebwerksdaten sie geweckt haben, nicht der Alarm. Ihr seid jetzt zu dritt wach, mehr als in den letzten elf Tagen zusammen.

„Volle Stille ab hundert Kilometern", ordnet die Kapitänin an. „Keine aktive Ortung, kein Funk, nur passive Sensorik. Wenn da draußen etwas ist, das seit vierzig Jahren sendet, will ich nicht, dass wir die Ersten sind, die es anfunken."

Die letzten sechs Stunden des Anflugs verbringt ihr fast wortlos. Das Schiff wird leiser, Konsole für Konsole, bis nur noch Lebenserhaltung und passive Sensorik laufen und selbst der Kaffeeautomat auf Anweisung der Kapitänin kalt bleibt.

Bei fünfzig Kilometern erscheint das Objekt zum ersten Mal optisch, ein grauer Punkt, kaum vom Sternenhintergrund zu unterscheiden.

Bei zwanzig Kilometern seht ihr, dass es keine Rettungskapsel ist.

Es hat eine Form, die keinem euch bekannten Baumuster entspricht, und an einer Seite eine Öffnung, die zu regelmäßig ist, um Schaden zu sein.

Dann, ohne dass jemand an Bord etwas gesendet hätte, antwortet das Muster auf eurem Empfänger — zum ersten Mal seit Stunden. Es hat sich verändert.

Wie geht es weiter?
  1. 1 Sofort aktive Ortung einschalten, um die Öffnung genau zu vermessen
  2. 2 Weiter passiv beobachten und das veränderte Muster aufzeichnen Du hast gewählt
  3. 3 Die Kapitänin bitten, den Anflug abzubrechen, solange noch Zeit ist
  4. Oder entscheide selbst — ab hier deine Geschichte

Ihr zeichnet auf, ohne zu senden, und genau das macht es unheimlich: Das Muster ändert sich trotzdem.

Die Wiederholung, die vierzig Jahre lang exakt gleich war, trägt jetzt einen neuen Abschnitt am Ende, drei Sekunden lang, den keine der gespeicherten Aufzeichnungen aus den ersten Stunden enthält. Yara spielt ihn zweimal ab, verlangsamt, und wird dabei sehr still.

„Das ist kein Notruf mehr", sagt sie. „Das reagiert."

„Worauf?"

Sie zeigt auf den Frequenzverlauf. Der neue Abschnitt beginnt exakt eine Sekunde, nachdem euer Antrieb bei fünfzig Kilometern automatisch die Leistung gedrosselt hat — ein interner Vorgang, nichts, das ihr gesendet habt, nichts, das irgendjemand außerhalb dieses Schiffes hätte messen können. Und doch liegt die neue Frequenz genau auf der Resonanz eurer eigenen Triebwerke.

Die Kapitänin sagt eine Weile gar nichts. Dann: „Es hat uns nicht gehört. Es hat uns gefühlt."

Niemand widerspricht ihr, weil niemand eine bessere Erklärung hat und die Konsolen um euch herum weiter in ihrem auferlegten Schweigen liegen.

Die Öffnung an der Objektseite, zwanzig Kilometer entfernt, hat sich seit der letzten Messung nicht verändert. Noch nicht. Aber der Treibstoff für die Rückreserve läuft weiter, gleichgültig, ob ihr eine Entscheidung trefft oder nicht, und die Stille auf der Brücke ist jetzt die von drei Menschen, die alle dieselbe Frage nicht als Erste stellen wollen.

Dann bewegt sich etwas am Rand des optischen Bilds, zu klein, um es sicher zu benennen, zu deutlich, um es zu ignorieren.

Jetzt erlebe die Geschichte selbst

Derselbe Anfang, neu geschrieben – und ab der ersten Entscheidung ist es deine Geschichte und nicht diese.

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  • Kein Konto nötig
  • Auf Deutsch geschrieben, nicht übersetzt
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Lieber eine andere Welt?

Science-Fiction, bei dem die Stille die eigentliche Bedrohung ist

Oben steht eine Aufzeichnung, keine Leseprobe: vier Abschnitte und die drei Entscheidungen dazwischen, jede mit den beiden Möglichkeiten daneben, die nicht genommen wurden. Wer den Kurswechsel verweigert, erfährt nie, was das Muster am Ende sendet.

Ein Science-Fiction-Textadventure lebt von Distanz und wenigen Menschen: keine Schlacht, kein Monster mit Zähnen, nur eine kleine Crew, ein Schiff, das leiser wird, je näher ihr kommt, und ein Signal, das sich verhält, als hätte es euch bemerkt.

Das Signal gibt dir eine Uhr — die Rückreserve an Treibstoff — und einen geschlossenen Raum, aus dem es kein Aussteigen gibt, solange ihr im All seid.

Was dich erwartet

  • Der Text oben steht fest: eine aufgezeichnete Runde, die du lesen kannst, ohne etwas zu starten. In deiner eigenen Runde entsteht er, während du liest, und zwei Durchläufe sind nie gleich.
  • Deine Entscheidungen verzweigen die Geschichte wirklich – es gibt keinen vorgesehenen Weg, den du finden musst.
  • Geschrieben wird von einer KI, nicht von einer Autorin. Sie schreibt etwa 250 Wörter pro Abschnitt, erinnert sich nur begrenzt an frühere Abschnitte und verliert gelegentlich einen Faden. Wenn ein Abschnitt danebengeht, kannst du ihn neu schreiben lassen.
  • Der Start ist kostenlos und braucht kein Konto. Das Freikontingent wird in Tokens gemessen, nicht in Zügen – wie viele Entscheidungen es trägt, hängt von der Geschichte ab, ungefähr acht.